Lagamas in Südfrankreich

Lagamas ist eine kleine französische Gemeinde und liegt nordwestlich von Gignac, einem etwas größeren Ort mit 5654 Einwohnern, im Département Hérault in der Region Languedoc-Roussillon. Gignac gehört zum Arrondissement Lodève und ist der Hauptort (chef-lieu) des Kantons Gignac. Die Einwohner werden Gignacois genannt.

… und unser Weg dorhin.Route_LaGrandeMotte_Lagamas

Kea und ich hatten uns einiges vorgenommen: um vier Uhr morgens aufstehen und dann mit dem Auto 758 km fahren. GoogleMaps errechnete uns eine Fahrtzeit von siebeneinhalb Stunden – plus alle zwei Stunden eine Pippipause macht etwa neun Stunden Autofahrt !!!

Doch  zu zweit war die Fahrt wirklich easy. Es kam mir so schnell vor und verlief absolut kurzweilig – so zwei Damen haben sich immer etwas zu erzählen 😉 und Evita hat sich in der netten Reisegesellschaft sichtlich wohlgefühlt!

Einzig mühsam empfand ich die Strecke auf der Landstraße, bis wir nach einer Stunde von von zuhause aus endlich auf der Autobahn waren. Ab da kam es mir dann “flott” vor und “Halbzeit”, also die halbe Strecke war in etwa bei Lyon – das ging ganz blitzartig schnell um, vor allem wenn man sich beim Fahren abwechselt.

Nach etwa siebeneinhalb Stunden “rauschten” wir an Nîmes vorbei, wir lagen gut in der Zeit und nahmen uns vor, mit den Hunden zuerst noch an den Strand “La Grande Motte” zu fahren, bevor wir unsere alte Wassermühle bezogen. Das war eine super Idee, denn das Wetter war großartig.

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Ab Orange, Avignon und dann Nîmes änderte sich die Vegetation schlagartig: man sah, dass man im Süden war. Meterhohe Oleanderbüsche, Zypressen, Pinien- und, Mandelbäume, Palmen, Baumbus und Rebstöcke auf der Ebene verzauberten die Landschaft mit südlichem Flair.

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Es war herrlich am Strand; meine Windhündin schnupperte zum ersten Mal in ihrem Leben den Geruch von Meer und Meeresfrüchten! Evita genoss es sehr, über den weichen Sand im Meerwasser zu pesen Gegen 16 Uhr beschlossen wir, den Strand zu verlassen und uns auf den “Nachhauseweg” zur alten Mühle zu machen, immerhin hatten wir noch eine geschätzte Stunde Autofahrt vor uns. Wir mußten über Montepellier fahren und gerieten dort bereits in den stockenden Feierabendverkehr. So zogen sich die 60 km zeitlich doch ganz schön in die Länge… und da wir uns noch verfahren hatten, landeten wir nach guten anderthalb Stunden bei einem Anwesen, das von Dobermännern bewacht wurde!

Die DOBes von Languedoc-Roussillon, le sud de la France

Natürlich war ich begeistert und mußte erst mal aussteigen und das Rudel DOBes fotografieren. Doch ganz schnell wurde klar, dass wir hier ganz und gar nicht richtig waren!!! Wir kehrten um und fuhren zum zweiten Mal in Richtung Lagamas… und stellten fest, dass die GPS-Koordinaten, die wir von den Vermietern der alten Wassermühle erhalten hatten, überhaupt nicht funktionierten!

Lagamas! Aber wo ist unsere Unterkunft, die alte Wassermühle???

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Wir riefen bei den Leuten an. Doch es war nicht ganz einfach, sich nach so einer langen Fahrt auf eine verbale Beschreibung ohne irgendeinen Anhaltspunkt per Fon zu konzentrieren; die Verbindung war schlecht und noch ein drittes Mal kehrten wir wieder um und fuhren in Richtung Lagamas… Des Rätsels Lösung lag darin, dass die D9 unterhalb von Lagamas (aus Richtung Gignac) in einer Linkskurve in die D4 übergeht! Endlich waren wir auf der richtigen Straße!

Und schlußenlich fanden wir auch das Schild, bei welchem wir rechts einbiegen mußten…

Wir fuhren nun eine Naturstraße entlang… an einer Reihe von Briefkästen vorbei und kamen vor einem schweren, verrosteten Eisentor an:

Eine mußte aussteigen und das Tor öffnen...

Ein riesen Verbotsschild schmückte das Eisentor: “Privatgelände. Eintritt verboten.” … Nach dem Rudel Dobermänner machten wir uns bei “ATTENTION AU CHIEN” auf alles gefaßt – und da Kea fuhr, mußte ICH wohl oder übel aus dem sicheren Auto, um das Tor zu öffnen 😉

Nun war auch klar, weswegen die GPS-Koordinaten nicht funktionierten – bis zu den Ferienhäusern (eher Bunker), an welchen wir vorbeifuhren, verwandelte sich die ungeteerte Straße in einen ausgewaschenen Feldweg und diesen Feldweg hat der Garmin nirgendwo gefunden! Doch hinter dem Tor ging das Abenteuer erst los… rein in den Dschungel!

Wir waren platt über den schlechten Zustand des Zufahrtweges und arbeiteten uns im Schritttempo von 10 km/h langsam vorwärts. Wir waren müde, hatten Hunger und Durst……. was für ein Abenteuer? Aber nun waren wir bereits mittendrin und erblickten von Weitem die alte Wassermühle!!!

Old-Water-Mill

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Wer in er alten Wassermühle Ferien machen möchte, sollte mit einem Geländewagen anreisen – und möglichst ein altes Fahrzeug, denn der Weg ist so sehr zugewachsen, dass die Äste am Lack entlang kratzen.

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