Gignac, Lac du Salagou und gleich zwei Mal Glück

Gignac - wunderschön gelegen!

Gignac  ist eine kleine französische Gemeinde mit 5654 Einwohnern, im Département Hérault in der Region Languedoc-Roussillon. Gignac gehört zum Arrondissement Lodève und ist der Hauptort (chef-lieu) des Kantons Gignac. Die Einwohner werden Gignacois genannt.

Als wir erfahren haben, dass immer am Samstag Morgen Markt in Gignac ist, sind wir natürlich am nächsten Tag gleich hingefahren. Und über diese Brücke sind wir gefahren – sie ist so schmal, dass genau ein Auto von der Breite her draufpaßt! Ein echt komisches Gefühl beim Drüberfahrn 😉

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Markt in Gignac

Der Markt von Gignac war beeindruckend; viel mehr Stände, als ich von dem kleinen Ort erwartet hätte. Frisches Obst und Gemüse, Brot, Käse in allerlei Variationen, Wurst und dann drei große Stände mit frischen Oliven – köstlich!

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Lac du Salagou

© Bildquelle https://fr.wikipedia.org/wiki/User | Urheber: Hugo.soria

© Bildquelle https://fr.wikipedia.org/wiki/User | Urheber: Hugo.soria

Der Lac du Salagou… So schön wie auf dem Foto von Wikipedia hab’ ich mir das ausgemalt… Erzählungen von Daniel haben mir die schönsten Fanatasien von einem herrlichen Spaziergang versprochen. Aber es sollte ganz anders kommen:
Zum einen hat das Wetter von Samstag Nacht auf Sonntag (dem Tag, an welchem wir an den Lac du Salagou) fuhren, komplett umgeschlagen. Es gab Unwetter mit Regen von bis zu 330 Liter pro Quadratmeter (!!!), wordurch sich die Bäche und Flüsse in reißende Ströme verwandelten. Wir hatten riesen Glück im Unglück – erst am Abend haben wir davon in den wirklichen Ausprägungen erfahren! Straßen sind in der Nacht überflutet worden, die beiden Flüsse, die Lergue und Herault sind über die Ufer getreten… (mehr davon weiter unten). Am Sonntag Morgen präsentierte sich der Himmel samt Stausee dann leider in grausligem grau-in-grau.

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Nichtsahnend sind wir spaziert; haben die Hunde von der Leine gelassen und das beste aus diesem “Trübe-Tassen-Wetter” gemacht. Einen richtigen Wanderweg, der rund um den See führen sollte, hatten wir allerdings vergeblich gesucht. Ab und zu knallte es aus der Ferne. Doch als sich die Knallerei häufte, sind wir dann doch hellhörig geworden und haben die Hunde vorsichtshalber gerufen und angeleint.

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Ganz kurze Zeit später trafen wir Jäger, die doch tatsächlich, ohne (!!!) irgendwelche Absperrungen oder Hinweisschilder am hellichten Tage auf Fasanenjagd waren! Nicht auszudenken, wenn die Hunde noch frei gelaufen wären……. was für ein Glück haben wir gehabt! Irgendwie haben wir genug gehabt, obwohl wir eigentlich keinen richtig schönen Spaziergang machen konnten.

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Der skeptische Blick von Kea sagt alles über unsere damalige Stimmung aus 😦 Und dennoch hat dieses Foto aus der jetztigen Perspektive etwas sehr Harmonisches – und Keas Outfit paßt genial zur rotbraunen Erde 😉 Wir haben kurzerhand Hunde und uns selbst wieder ins Auto gepackt und sind losgefahren, um uns ein nettes Essen zu gönnen.

Essen in Gignac

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Mit einem netten Essen in Gignac haben wir den Sonntag dann doch noch einigermaßen gerettet. Als wir in unserer alten Mühle ankamen, berichtete uns Marie-Sophie von dem verheerenden Unwetter von Samstag Nacht und der Straßensperrung der A75:

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Unwetter, Straßenbilder und Links

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Wir fanden dann am Sonntag Nachmittag über das Internet Berichte über die “Frankreich-Flut, die eine Autobahn unterspülte” Anscheinend hatten die verheerenden Überschwemmungen in Südfrankreich sogar eine Autobahn unterhöhlt und zum Einsturz gebracht. Daher wurde die A75 zwischen Montpellier und Millau ist daher auf unbestimmte Zeit in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Fahrbahn war komplett eingebrochen.
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Après les pluies, des crues
impressionnantes dans l’Hérault
VIDEO »..

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