Randonnée dans les Vosges

Wanderung zu den stillen Bergseen – Lacs des Grand et Petit Neuweiher

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Schon seit längerm erzählte mir Daniel von einer herrlichen, “hundetauglichen” Wanderung in den Vogesen – die geeignet ist, selbst wenn es im Sommer heiß ist. Nach dem herrlichen Sonntags-Marsch kann ich dies nur bestätigen, denn die Route führt zunächst eine gute Stunde durch einen schattigen Wald, der links und rechts von Bächen und Rinnsalen feucht gehalten wird. Danach gelangt man auf eine Anhöhe, auf welcher zwei herrliche Seen gelegen sind, in welchen sich Mensch & Hund idealst abkühlen können. Ebenso ideal: bereits hier gibt es ein Restaurant, in welchem man seinen ärgsten Hunger & Durst stillen kann 🙂

Danach kann man weiterwandern – eigentlich ein Rundweg von etwa 15 km Länge oder einfach zur nächsten Ferme-Auberge aufsteigen, was nochmals eine Tour (je nach Geschwindigkeit) von einer guten halben Stunde bedeutet. Doch bevor wir ins Detail gehen, erst einmal ein paar Landschaftsimpressionen:

Gestartet sind wir im Tal bei Rimbach, bzw. dem Parking von Ermensbach. Interessant: Hier haben die meisten Orte deutsche Namen – kein Wunder, vor noch nicht allzu langer Zeit war dieses Gebiet Österreichisches Territorium 😉

Zunächst ging es ein Stückchen die Straße entlang, vorbei an einer kleinen, ganz neu restaurierten alten Dorfkapelle. Man ahnt noch nicht, wie steil und felsig der Weg werden wird und ist noch flott unterwegs.  Wir haben den “Chemin de Pierres” gewählt und sind dem Wegzeichen mit dem gelborangen Kreuz gefolgt; alternativ hätte man auch dem blauen Punkt, also dem “Neu-Erbert” folgen können. Gestartet sind wir auf etwa 500 m.ü.M. und haben wohl gute 400 Höhenmeter gemacht, als wir am Ende auf 950 Meter bei der Ferme Auberge du Gresson ankamen!!!

Hundetaglich“, das heißt: Der erste Teil des Weges führt komplett durch den Silberwald und ist kühl und schattig. Doch das ist bei Weitem nicht alles: überall ist Wasser vorhanden. Bäche und Rinnsale über den ganzen Weg verteilt. Allerdings fordert der einstündige Weg die Kondition, denn bereits bei den beiden Neuweiher-Seen (über 800 m.ü.M.) hat man mehr als 300 Höhenmeter in den Beinen! Am oberen Ende des Neuweiherbachtals gelangten wir zunächst zum Petit Neuweiher.

Lac Petit Neuweiher

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Wir wanderten auf der linken Seite des Petit Neuweiher entlang und erreichten nach ein paar wenigen Metern den benachbarten Grand Neuweiher. Die beiden naturbelassenen Seen sind absolut klar und sauber und da man wirklich nur per pedes und nicht mit dem Auto hier hochkommt, waren sie sogar am Sonntag nicht überlaufen.

Lac Grand Neuweiher

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Das nächste Mal nehme ich Badesachen mit; möchte doch schon seit langem mal mit Evita gemeinsam schwimmen 🙂

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Ja und irgendwie hat uns dann doch der kleine Hunger und auch der Durst gepackt…. Lag da nicht das Restaurant, die Auberge Refuge du Neuweiher vis-à-vis des Sees???

Es war ganz schön voll, das Restaurant – hatten Glück, dass wir bei einer Familie am Tisch noch zwei freie Plätze ergattern konnten – aber es war ja schließlich Sonntag und Traumwetter, logisch, dass um die Mittagszeit Betrieb herrschte. Es gab eine schöne Auswahl an deftigen Gerichten, über Salat bis Filet. Wir entschieden uns für das Filet auf heißem Stein und haben es nicht bereut. Dazu wurde feiner Kräuterbutter, frischer Salat und neue Kartoffeln in Knoblauch-Kräuterquark im Einweckglas gereicht – köstlich!!!

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Gut gestärkt und mit einem gutem Rotwein als Basis haben wir uns dann wieder aufgemacht. Wieder hinauf. Und wieder x Höhenmeter. Diesmal zur Ferme Auberge du Gresson, dort wollten wir nach getanem Marsch das Dessert und den Kaffee einnehmen 😉 Gesagt, getan! Zuerst ging’s wieder durch den Wald steil berauf, doch dann folgte ein sehr breiter gepflegter Waldweg, auf dem es sogar bergab ging, bevor der steile Almaufstieg in der prallen Sonne folgte.

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Eigentlich empfand ich es zunächst als angenehm, vom kühlen Wald mal ein wenig in die Sonne zu kommen. Dass der Almaufstieg dann aber noch so steil werden würde – hätte man nicht erahnen können 😉

Nachdem wir das Kuhgatter passiert hatten, hat uns der Trampelpfad mitten durch die Kuhweide geführt – überall frische “bouse de vache” (Kuhfladen)… Hatte schon Bedenken, dass Evita entweder die Kühe über die Alm jagen oder sich in so einem ganz frischen “bouse de vache” wälzen würde. Nichts dergleichen geschah. Eine brave, feinduftende Windhund-Mademoiselle trabte locker an den Kühen und dem Dung vorbei!

... und wie eine Bergziege den Trampelfpad hochgestiegen

Wie eine Bergziege ist Evita den Trampelpfad vorangetrabt!

 

Das “Auf-die-Zähne-beißen” “und durch” hat sich wirklich gelohnt – von Weitem sehen wir bereits die Ferme Auberge du Gresson in Vorfreude auf leckere hausgemachte Tarte, Kaffee und eine tolle Aussicht!!!

Evita ist so richtig platt!

Evita ist so richtig platt!

Was für eine weite Aussicht…………. einfach genial!

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Vielen Dank, Daniel, für diese tolle Idee und diesen traumhaft schönen Sonntag in den Vogesen!

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Öffnungszeiten/Ruhetag:

NeuweiherAuberge Refuge du Neuweiher

Ruhetag am Mittwoch (1. Mai – November)

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GressonFerme Auberge du Gresson

Ruhetag am Mo Nachmittag & Donnerstag

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Anreise:

Basel-RimbachGoogle-Maps-Route via Basel

 

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One thought on “Randonnée dans les Vosges

  1. Einfach wundervoll! Danke dir 🙂

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    Oh, wie schön von Dir zu lesen, Annette 🙂
    Herzlich gerne! Wenn etwas sooo schön ist, kann man ganz leicht wundervoll darüber schreiben.
    Und ich danke Dir für Deinen lieben comment.

    Liebe Grüße, Bettina

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