Hundebegegnungen | Körpersprache | 02

Hundebegegnungen an der Wiese sind jedes Mal aufs Neue interessant, weil man genau hier das Verhalten ganz genau beobachten und studieren kann, denn hier laufen alle Hunde frei. Schon letztes Jahr haben wir interessante Bilder gemacht. Diese Bilder stammen von letzter Woche, Ende Juli 2012, von der Wiese Dreiändereck (D-F-CH) um Basel, hier in Weil am Rhein.

Bin immer wieder aufs Neue fasziniert, wie hervorragend das klappt, wenn der Mensch eben NICHT korrigierend eingreift, sondern die Hunde Hunde sein läßt. Spannend ist auch jedes Mal, wie Evita & Filou inzwischen zu einem vertrauten Team zusamengewachsen sind: Ein unzertrennliches Paar, das stets auf der Hut ist, aufeinander Acht zu geben!
Mit der Kamera konnte ich mal wieder ganz interessante Szenen festhalten:..

Bilder zum Vergrößern anklicken!

Ein Retriever-Rüde

Unsere beiden kreisen den Retriever-Rüden ein. Filou in T-Stellung, Evita frontal.
Es erfolgt ein kurzes Beschnuppern und der Kreis löst sich auf.
Jeder Hund geht fröhlich seiner Wege.

Ein Schäferhund-Rüde

Evita entdeckt ihn zuerst, den Schäferhund…

… es scheint, als überlege sie, «ob das wohl “Filou” ist?»

«... ne, das ist nicht “Filou”». Evita geht von dannen und tut, als sähe sie ihn überhaupt nicht!
Unterdessen entdeckt auch Filou den Schäfer und kommt triefend aus dem Wasser raus.

Filou, unser Kaventsmann! Hier seiht man, wie groß er gegen einen “normalen” Schäfer ist.
Filou schaut Evita nach, die davonläuft und so tut, als interessiere sie sich nicht.

Inzwischen beschnuppern sich die beiden Rüden; Filou nimmt kurz die T-Stellung ein….

… läßt dann aber doch freundlich zu, dass der Schäfer ihn abschnüffelt. Klar, dann kommt Evita!

Filou interessiert sich nicht weiter und geht danach wieder ins Wasser. Somit ist er auch für Evita nicht mehr interessant, zudem kommt ja schon wieder ein anderer ein Hund!

Ein Rottweiler-Rüde

Ein wunderschöner Bursche, der von unseren beiden
zur Begutachtung erst Mal “in die Zange genommen” wird.

Alle drei Hunde funktionieren perfekt – es ist eine kurze Begrüßung…

… dann zieht der hübsche Kerl mit seinen Besitzern weiter. – Nun kommt Schwung in die Sache:

Ein Rudel mit 4 Windhunden!

… deren Besitzerin eigentlich zulaufen möchte, aber …

… Evita stoppt die drei letzten jäh!

… dann kommt auch die Besitzerin und der 4. Windhund. Großes Beschnuppern…
Jetzt wird Evita  von VIEREN “in die Zange genommen”! Zunächst hält sie still, aber dann…

… treibt sie das Rudel auseinander, indem sie zuerst die Hündin mit dem roten Band hetzt.

Danach guckt sie sich die kleine Schwarze mit dem hellen Halsband aus.
Droht. Macht einen Rundrücken wie eine Katze …

… und hetzt sie fort! Alle vier Hunde laufen schnell der Besitzerin hinterher.

Mir scheint, als ob für Evita die beengende Situation zwischen den vier Hündinnen derart bedrohlich war, dass sie sich nur noch mit dieser Attacke zu helfen wußte. Und sicherlich war sie nur so mutig alleine gegen die 4 Hündinnen  anzutreten, weil sie sich Filous Schutz im Notfall sicher war. Evita hat die Situation für sich gut gelöst. Interessant, dass Filou nur dann aus dem Wasser rauskommt, wenn er merkt, dass Evita “Verstärkung” brauchen könnte. Sieht er, dass sie die Situation selbst im Griff hat, badet und schwimmt er lieber. Umgekehrt flitzt auch Evita an, wenn Filou einem besonderen Hund gegenüber steht.

Wir haben mal wieder von allen Hunden demonstriert bekommen, dass sie alle – wenn man sie nur läßt – perfekt funktionieren!  Dies klappt natürlich alles nur OHNE Leine und OHNE Einmischung der Besitzer. Bin der Überzeugung, dass sehr viele Beißvorfälle und Attacken zwischen Hunden ausgelöst werden, weil die Hunde angeleint sind und der Mensch durch den Zug an der Leine und Schreien falsche Signale setzt.

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Berner Sennenhund am Freitag

Am Freitag haben wir in Frankreich einen schönen, ganz alleine frei laufenden Berner Sennenhund angetroffen, der mit unseren beiden Hunden ein ganzes Stück mitgelaufen ist:

Hier sieht man Filou, der die T-Stellung leicht andeutet.

Eine ganze Zeitlang ging alles perfekt, unsere beiden haben den Hund freundlich aufgenommen. Doch dann wurde der Berner Sennenhundrüde doch ziemlich frech Evita gegenüber: Er beschnüffelte sie überall ausgiebig – Filou gewährte das, doch er beobachtete den Burschen haargenau. Als ich dann für ein Foto mein Handy rauskramte und an die Guddelis faßte, hatte ich wohl ein falsches Signal gesetzt – und Futterneid ausgelöst?

Jedenfalls schepperte es plötzlich zwischen den beiden Rüden. Wie man es kennt – Machogehabe mit viel Gedöns – die beiden Rüden gingen knurrend aneinander hoch und Filou zeigte dem “Berni” eindeutig, wer hier der HERR ist. Als die Hierarchie eindeutig festgelegt war, gingen die beiden unverletzt voneinander und “Berni” zottelte ab, als wäre nichts gewesen…

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Das nachfolgende Bild entstand gerade kurz nach dem Gerangel, “Berni” schaut weg und sucht schnell das Weite – einzig sein umgeklapptes Ohr deutet auf den kleinen “Machtkampf” hin:

Filou als "Platzhirsch", "Berni", der abzottelt und Evita, die stolz auf "ihren" Filou ist.

Filou als “Platzhirsch”, “Berni”, der abzottelt und Evita, die stolz auf “ihren” Filou ist.

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One thought on “Hundebegegnungen | Körpersprache | 02

  1. Pingback: Lange Erlen – und in der Wiese plantschen | blog4eV!TA.com

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